Was ist Mischgenauigkeit oder Homogenität?

Die Mischgenauigkeit oder Homogenität gibt an, wie gut ein Gemisch durchmischt wurde.

Es gibt keine universelle Definition für die Homogenität von Pulvermischungen, da es eine Vielzahl von Mischungen mit sehr unterschiedlichen physikalischen Eigenschaften gibt. Zudem spielt die spätere Verwendung des Endprodukts eine Rolle bei der Bestimmung der erforderlichen Mischgenauigkeit. In der Regel wird der Variationskoeffizient (CV) als Maß für die Mischgenauigkeit verwendet. Der Variationskoeffizient ist das Verhältnis zwischen der Standardabweichung und dem Mittelwert:

$CV\ =\frac{σ}{μ}$

Der CV-Wert wird bestimmt, indem mehrere Proben an verschiedenen Stellen im Mischer entnommen und analysiert werden. Die erreichbare Homogenität bei einem Paddelmischer ist in der Regel sehr hoch. Segregation tritt meist nach dem Mischprozess auf, beispielsweise während der Transportphase. Während des Transports können größere Partikel wieder nach oben „wandern“. Dies ist eine Form der Segregation durch Perkolation. Sie kann direkt nach dem Mischen auftreten, aber auch später in der Prozesskette, etwa beim Transport des Endprodukts zum Kunden. Ein typisches Beispiel hierfür ist Müsli, bei dem sich die größeren Bestandteile in der Verpackung oben absetzen. Doch auch andere Formen der Segregation können nach dem Mischen auftreten.

Eine weitere Ursache für mangelnde Mischgenauigkeit ist die Klumpenbildung, auch als Agglomeration bezeichnet. Bei bestimmten Produkten wie Waschpulver, Instant-Suppe oder Instant-Kakaokaffee ist dies erwünscht. In den meisten Pulvermischungen ist Agglomeration jedoch unerwünscht und wird als Mischungenauigkeit betrachtet. Sie kann beispielsweise entstehen, wenn Flüssigkeiten nicht korrekt oder in zu großen Mengen aufgebracht werden.

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